Abstinenznachweis positiv – Was ist zu tun?

Abstinenznachweis positiv

Wenn ein Abstinenznachweis positiv ist, ist damit häufig gemeint, dass man ein positives Ergebnis beim Urinscreening oder bei der Haaranalyse erhalten hat. In anderen Worten: Es wurde Drogenkonsum oder Alkoholkonsum nachgewiesen. Dies kann massive Auswirkungen auf die MPU-Vorbereitung haben. Daher geht es in diesem Beitrag darum, was zu tun ist, wenn Sie keinen gültigen Abstinenzbeleg vorlegen können. Dies betrifft sowohl die Haaranalysen, als auch die Analyse des Urins. 

Abstinenznachweis positiv - Was das Labor mitteilt

Sind Sie im Prozess, Ihre Abstinenz nachzuweisen und tauchen Schwierigkeiten auf, wird sich das zuständige Labor bei Ihnen melden. Dies geschieht entweder schriftlich, per Mail oder auch telefonisch. In den meisten Fällen wird darauf hingewiesen, dass der Stoff, auf welchen getestet wurde, nachgewiesen werden konnte. Passiert dies, kann ein Beleg für Ihren Alkohol- oder Drogenverzicht nicht ausgestellt werden. 

Was ist zu tun, wenn ein Ergebnis positiv ist?

Je nach dem, für Welche Art des Abstinenznachweises Sie sich entschieden haben, unterscheiden sich die Schritte, die Sie unternehmen müssen. Da nur ein Urinkontrollprogramm oder eine Haaranalyse verwertbar sind, konzentriere ich mich auf die Unterschiede dieser beiden Verfahren:

Wenn das MPU Urinscreening positiv ist

Haben Sie sich zu einem Urinkontrollprogramm angemeldet, müssen Sie Urinproben abgeben, zu welchen Sie in unregelmäßigen Abständen aufgefordert werden. Ist nun eine der Proben für den Abstinenznachweis positiv, sind auch alle vorangegangenen Tests hinfällig.

Dies bedeutet für Sie, dass Sie wieder komplett von neu beginnen müssen, Ihre Nachweise zu erbringen. Dabei können keine älteren Proben verwendet werden, um die Zeit bis dorthin nachzuweisen. Auch werden Ihnen die Gebühren nicht erstattet, welche Sie bereits gezahlt haben.  So kann es im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie einen Nachweis für 11 Monate haben und bei einem positiven Screening im 12. Monat, ein weiteres Jahr Nachweise erbringen müssen.

Positiver Abstinenznachweis bei Haaranalysen

Sind Haaranalysen beim Abstinenznachweis positiv, verhält es sich etwas anders. Dies liegt daran, dass Sie einen Vergangenheitsnachweis erbringen. Diese können, je nach Fall, drei oder sechs Monate betragen. 

Haben Sie Ihre erste Haaranalyse zu knapp nach dem letzten Konsum kalkuliert, kann diese positiv ausfallen. Hier würde die Möglichkeit bestehen, etwas abzuwarten und eine weitere Probe abzugeben, um die letzten Monate nachzuweisen. Alternativ könnten Sie, wenn etwa eine 6-Monats-Analyse positiv war, stattdessen eine Probe für die letzten drei Monate abgeben.

Ist es möglich, das Verfahren zu wechseln, wenn das Ergebnis positiv war?

Wenn Sie konsumiert haben, während Sie an einem Abstinenzprogramm teilgenommen haben, liegt der Gedanke nah, einen Teil der Abstinenz mit Urinscreenings und den anderen Mit einer Haaranalyse zu belegen. Schließlich könnten Sie so, mit etwas Glück, einen Nachweis für den gesamten Zeitraum belegen.

Die Prüfzentren und Behörden wissen jedoch über solche Versuche recht gut bescheid und akzeptieren daher den Wechsel von einem Nachweisverfahren in das andere nicht. Sie müssen also zwangsläufig einen Abstinenznachweis erbringen, welcher durch die gleiche Methode belegt wurde und keine Unterbrechungen aufweist. 

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